Lebenslänglich chronisch krank und voll erwerbsunfähig

 
Ich wiederhole, dass ich nicht mehr endogen von innen psychisch krank bin, sondern psychisch darunter leide, dass ich von meiner menschlichen Umgebung als Mensch und als Schriftsteller ignoriert, ausgegrenzt, isoliert, diskriminiert und gemobbt werde. Dieses psychische Leiden ist keine Krankheit, da es von außen aus meinem menschlichen Umfeld kommt, nicht aus meinem Inneren. Eine Krankheit kommt von innen aus dem Kranken. Obwohl mein psychisches Leiden keine psychische Krankheit ist, ist es aber doch ein schweres psychisches Leiden.
 
Aus psychiatrischer Sicht bin ich aber lebenslänglich chronisch krank und daher auch lebenslänglich voll erwerbsunfähig.
Einerseits bin ich dankbar für diesen Irrtum der Psychiater, dafür, dass die Psychiater mich so diagnostiziert und prognostiziert haben. Diese Diagnose und Prognose hat mich davor bewahrt, mein Leben lang arbeiten gehen zu müssen. Denn es ist wirklich so, dass ich das nicht gekonnt hätte. Ich hätte tatsächlich nicht mein Leben lang arbeiten gehen können. Ich wäre dem Berufsstress nicht gewachsen gewesen, da ich mein Leben lang, auch heute noch, sehr leicht aus meinem seelischen Gleichgewicht zu bringen bin. Aus psychiatrischer Sicht heißt das, dass ich immer noch psychisch labil bin. Und das ist wahr, obwohl es keine Krankheit ist, sensibel und empfindsam zu sein.
Noch heute wäre ich nicht in der Lage, wäre ich nicht fähig, auch nur einen 450 Euro-Job auszuüben. Das wäre für mich nicht möglich. Ich würde dann psychisch aus der Balance geraten.
Mit dem Schreiben ist es ganz anders, weil ich dabei mein eigener Herr bin und, ungestört von anderen Menschen, schreiben kann, was, wann, wie und wieviel ich will.
Ich bin intellektuell nicht eingeschränkt. Meine Intelligenz ist voll erhalten geblieben. Mein IQ lag schon immer über dem Durchschnitt. Infolge meiner literarischen Tätigkeit ist mein IQ sogar noch angestiegen in den Bereich der Hochbegabung. Das weiß ich aufgrund von Messungen meines IQ.
Doch bin ich noch heute in meiner Belastbarkeit schwer eingeschränkt, schwer behindert. Ich könnte nach wie vor nicht einmal zwei Stunden täglich arbeiten gehen. Ganz besonders zwischenmenschlicher Stress ist für mich immer noch schwer beslastend, so schwer belastend, dass ich diesbezüglich lebenslänglich voll erwerbsunfähig bin. Zwar ist auch das keine Krankheit, sondern eine Folge meiner Empfindsamkeit und Sensibilität, es schränkt mich aber doch schwer ein.
Aus dieser Perspektive btrachtet, bin ich den Psychiatern dankbar für ihren Irrtum. Ich bin ihnen dankbar dafür, dass sie mich mit ihrer Diagnose und Prognose "lebenslänglich chronisch krank" davor schützten, an der Belastung des Arbeitslebens vollständig zugrunde zu gehen.
Ich bin aus dieser Sicht wirklich lebenslänglich voll erwerbsunfähig.
Wie alles zwei Seiten hat, so hat auch die Psychiatrie zwei Seiten: eine gute und eine schlechte.
Das Gute an der Psychiatrie besteht in meinem Fall darin, dass sie mich davor schützte, im Berufsleben kaputt zu gehen.
Das Schlechte an der Psychiatrie besteht in meinem Fall darin, dass bei mir die Medikamente in der stationären Psychiatrie viermal viel zu hoch dosiert wurden.
 
Mein Fall ist dem Fall Johannes Kühn sehr ähnlich. Johannes Kühn war auch mehrmals in stationärer psychiatrischer Behandlung. Er hatte die gleiche psychiatrische Diagnose wie ich und wurde auch als chronisch psychisch krank und voll erwerbsunfähig in jungen Jahren berentet. Johannes Kühn ist inzwischen als literarisches Genie anerkannt und bekannt. Er ist heute bekannt und anerkannt als einer der bedeutendsten  Dichter deutscher Sprache in der Gegenwart. Doch erging es ihm in seiner ländlichen Umgebung fast genau so wie mir, als er noch nicht anerkannt war. Auch er wurde früher als Faulenzer und Bekloppter ignoriert, ausgegrenzt, isoliert, diskriminiert und gemobbt.
Ich bin mit Johannes Kühn persönlich gut bekannt, besuchte ihn mehrmals bei sich daheim und trank oft eine Tasse Kaffee mit ihm, auch in der Öffentlichkeit. Johannes Kühn schrieb mir ein Vorwort in mein erstes Buch "Jedes Jahr, wenn der Kuckuck ruft" und schrieb mir eine Kundenbewertung zu meinem zweiten Buch "Heimatlos", die im Internet steht.
Bei Literaturland Saar hat Rainer Petto auf meiner Seite geschrieben: "In Kirschs späterem Buch "Der schwarze Peter" taucht Kühn als der Dichter Hannes Kuhn auf, den der Autor persönlich kennt, mit dem er oft bei einer Tasse Kaffee beisammen sitzt, an dessen dichterische Größe er aber nicht heranreicht." Dazu möchte ich bemerken, dass diese Aussage stimmt, den letzten Abschnitt "an dessen dichterische Größe er aber nicht heranreicht" ausgenommen. Johannes Kühn und ich schreiben so unterschiedlich und verschieden, dass man seine und meine Werke gar nicht miteinander vergleichen kann. Man kann ja auch Mozart und Beethofen nicht miteinander vergleichen, weil Mozarts Musik und Beethofens Musik vollig verschieden und unterschiedlich sind. Mozarts und Beethovens Musik sind gleichermaßen genial. Das ist der einzige Vergleich, den man ziehen kann.
 
 

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