Kalte, harte, herzlose Menschen

 
Die Menschen meiner Umgebung sind kalte, harte, herzlose Menschen. Als meine Umgebung bezeichne ich das Gebiet zwischen Schmelz, Lebach, Tholey und Wadern.
Es mag wohl vereinzelte Ausnahmen geben, liebesfähige und liebenswerte Menschen. Solche vereinzelten Ausnahmen habe ich bis jetzt aber noch nicht kennen gelernt. Diese Ausnahmen interessieren sich für ihre Mitmenschen und gehen auf sie zu, um freundschaftlichen Kontakt aufzunehmen. In meinem Leben gab es das bisher nicht. Zwar gibt es ein, zwei, vielleicht auch drei Personen, die sich für mich und mein Schaffen interessieren und sich im Internet informieren, aber einen persönlichen Kontakt mit mir wollen auch sie nicht. Deshalb kann ich sie eigentlich nicht zu diesen von mir gemeinten Ausnahmen zählen. Persönlichen, freundschaftlichen Kontakt mit mir will niemand, meine langjährige Lebensgefährtin ausgenommen.
Ich wiederhole: Die Menschen meiner Umgebung sind kalte, harte, herzlose Leute. Dies gilt aber nur für ihr Verhalten und Verhältnis mir gegenüber. Unter ihresgleichen sind sie ganz anders: nette, freundliche, gute Menschen, von denen man nicht glauben will, wie böse sie sich mir gegenüber verhalten. Denn ich bin sozusagen das Feindbild, die Zielscheibe, die alles beinhaltet, was sie hassen. Sie sind alle gegen mich und führen kalten und "heißen" Krieg gegen mich, indem sie mich ignorieren, ausgrenzen, ausschließen, isolieren, diskriminieren und mobben. Mit solchen Leuten will ich keinen Kontakt mehr. Das habe ich nach dem letzten "heißen" Krieg von Ende März bis Mitte April 2019 nun endlich eingesehen.
 
Herzlose Menschen gab es immer und es wird sie immer geben. Es gab und gibt sie überall auf der ganzen Welt, nicht nur im Bohnental, aber auch im Bohnental. Ich will ein Beispiel von unzähligen erzählen. Damals, ich war noch ein Kind, streunte ein Hund im Dorf und um das Dorf, der entweder kein Zuhause hatte oder sein Zuhause verloren hatte. Er war abgemagert, da er keine regelmäßigen Mahlzeiten bekam und sich seine Nahrung selbst suchen und besorgen musste. Die Kinder interessierte der Hund, die einen weil sie ein Herz hatten, die anderen weil sie herzlos waren. Die Kinder mit Herz versuchten dem armen Geschöpf zu helfen. Sie brachten Essensreste von daheim mit und verfütterten sie an die leidende Kreatur. Die herzlosen Kinder suchten jede Gelegenheit, um ein wehrloses Opfer zu quälen. Sie schlugen den Vierbeiner und traten nach ihm. Sie schrien: „Du verdammter, räudiger Köter, du Sauhund!“
 
 
 
 
Aus meinem Buch "Die Texte und Fragmente des Walter Stein" (2014)
 
 
 

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