Blondie und ich

 
Peter Schwarz saß an seinem Laptop und schrieb:
 
Meine letzte Liebesbeziehung zu einem jungen Mädchen hatte ich im Januar/Februar 1977, also ein/zwei Monate, bevor ich auf die Hare Krishna-Bewegung aufmerksam gemacht wurde. Das Mädchen hieß Jutta G. Am 27. Januar 1977 feierte ich meinen 20. Geburtstag. Zur Feier lud ich unter anderen eine junge Dame aus der Nachbarschaft ein, die Blondie genannt wurde. Blondie war Schülerin der Sozialpflegeschule. Sie fragte mich: „Darf ich eine Freundin aus meiner Schulklasse zu deinem Geburtstag mitbringen?“ Ich antwortete ihr: „Natürlich darfst du deine Freundin mitbringen.“ Diese Freundin war Jutta G. Sie kam dann mit Blondie zur Feier meines 20. Geburtstages. Es begann eine Liebschaft, die nur ein paar Wochen dauerte. Jutta G. beendete unser Verhältnis auf für mich sehr deprimierende und kränkende Art und Weise. Ich war danach seelisch krank aus verletzter, gekränkter, zurückgewiesener Liebe. Es war mit Jutta zu keinem Geschlechtsverkehr gekommen, was wahrscheinlich der Grund dafür war, dass sie einen Schlussstrich gezogen hatte. Sie wollte Sex. Das wollte ich zwar auch, doch war ich ein zu anständiger und zu guter und vor allem zu feinfühliger und auch zu schüchterner Junge, um mit ihr direkt aufs Ganze zu gehen. Dazu waren auch meine Liebesgefühle zu zärtlich und zu tief. Sie wollte ein Abenteuer, ich aber glaubte an die große Liebe und wollte uns Zeit lassen. So wurde meine Seele wieder einmal tief verletzt und schwer gekränkt.
 
Ich war ein junger Mann von 20 Jahren. Natürlich bereiteten mir die vier Enthaltsamkeitsregeln Probleme. Die anderen jungen Leute genossen in vollen Zügen ihr sinnliches Leben, und ich war dabei, ein Asket zu werden. Besonders große Schwierigkeiten hatte ich mit der sexuellen Enthaltsamkeit. Ich wollte Mönch werden und hatte noch nie mit einer Frau geschlafen. Das erschien mir doch zu viel verlangt. Also beabsichtigte ich, zuerst einmal richtigen Geschlechtsverkehr mit einer Frau zu haben, bevor ich mein Leben ganz Krishna weihen wollte. Die ältere meiner zwei Schwestern kam meinem lüsternen Verlangen entgegen. Blondie, das Nachbarmädchen, war ihre Freundin. Meine Schwester fragte Blondie: „Wie gefällt dir denn mein Bruder Peter?“ Blondie antwortete: „Sehr gut!“ „Willst du mit ihm gehen?“, fragte meine Schwester weiter. „O, ja, sehr gern!“ erwiderte Blondie. Damit war es beschlossene Sache, dass es Wirklichkeit werden sollte. Meine Schwester hatte diese „gut gemeinte“ Intrige auch deshalb geplant und realisiert, um mich von meinem „Sektenwahn“ abzubringen. Darunter litt ich aus ihrer Sicht und war ihrer Meinung nach dabei, meine Zukunft kaputt zu machen. Sie sah es so. Also wurde der Plan der zwei jungen Mädchen eingefädelt und zur Realisation gebracht.
An diesem Abend saß ich in meinem Zimmer. Mein Freund Tappsel lag auf seiner Wolldecke. Ich hörte Musik von den Beatles. Da klopfte jemand an der Tür an. Ich sagte: „Herein!“ Meine Schwester trat ein, gefolgt von Blondie. Es lief gerade „Come together“. „Das ist aber schöne Musik zum Tanzen“, sagte meine Schwester. Sie nahm Blondie in den Arm und tanzte mit ihr zur Musik der Beatles. Dann fragte sie mich: „Willst du es auch mal versuchen, Peter?“ Sie ließ Blondie los und bot sie mir an. Ich antwortete: „Warum nicht?“ und begann mit Blondie das Tanzbein zu schwingen. Wir, Blondie und ich, kamen uns beim Tanzen immer näher. Sie spürte natürlich, dass sich in meiner Hose ein kleiner Ast meiner Seele aufwärts bewegte. Meine Schwester erkannte sofort die amouröse Lage und verabschiedete sich mit einer Ausrede: „Ich muss leider gehen, da ich mit meinen Hausaufgaben noch nicht fertig bin.“ Ein paar Musiktitel tanzten wir noch weiter. Dann setzten wir uns auf eine Matratze, die ich am Boden liegen hatte. Wir küssten und streichelten uns und wurden sexuell erregt. Doch Blondie löste sich aus meinen Armen und sagte: „Peter, ich muss leider heimgehen. Meine Mutter wartet mit dem Abendbrot. Soll ich morgen wieder zu dir kommen?“ Ich entgegnete: „Ja, komm morgen Nachmittag um 17 Uhr hierher zu mir!“
 
Fortsetzung folgt...

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